Glyphosat - die unterschätzte Gefahr

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Glyphosat - die unterschätzte Gefahr

Beitrag von Vorstand » Di 5. Mai 2015, 13:52

Praktisch ist es ja, 1x Sprühen und man hat Ruhe vor den Unkräutern.

Nun stellt sich aber heraus, dass der Wirkstoff Glyphosat, wie er z.B. in Roundup und Co enthalten ist, doch schädlicher ist als gedacht.

Davon abgesehen ist der Einsatz im Kleingarten nicht erlaubt und kann bei Anwendung sogar zum Ausschluß aus der Gartengemeinschaft führen.

Hier einige Auszüge was dieser Wirkstoff alles anrichtet:

Glyphosat sowie seine Neben- und Abbauprodukten wirken bei direktem Kontakt über Haut oder Atemwege toxisch. Tallowamin erleichtert als Netzmittlel das Eintreten von Glyphosat in pflanzliche Zellen. Damit wird auch der Eintritt in menschliche und tierische Zellen erleichtert, was die Toxizität von Glyphosat erhöht.

Glyphosat kann zur Schädigung menschlicher Zellen und Störungen der Embryonalentwicklung bei Wirbeltieren führen. Es gibt Hinweise darauf, dass es in die Hormonbildung eingreift und krebserregend ist.

In Regionen Lateinamerikas, in denen großflächig glyphosatresistente Pflanzen angebaut werden und Glyphosat in hohem Ausmaß als Herbizid eingesetzt wird, gibt es eine erhöhte Rate an Fehlgeburten, Fehlbildungen von Neugeborenen und Krebserkrankungen.

Glyphosat sowie seine Neben- und Abbauprodukte können über verschiedene Wege auf Pflanzen, Tiere und Menschen übertragen werden: z.B. direkte Applikation, Aufnahme über den Boden, Futterquellen und Aufnahme durch die Haut.

Durch die Anreicherung in gentechnisch veränderten Sojabohnen, die in großen Mengen als Futtermittel nach Europa importiert werden (ca. 35 Mio. Tonnen), gelangt Glyphosat auch in unsere Nahrungskette.

Die negative Wirkung auf die Aufname von Mikronährstoffen führt zu einem höheren Düngereinsatz.

Die Vernichtung von Wildkrautflora sowie der Verlust von Nahrungsquellen und Lebensräumen führt zur Reduktion der Biodiversität.

Durch den massiven Einsatz von Glyphosat entstehen Resistenzen. Dies führt zu einem noch stärkeren Glyphosateinsatz und der Mischung mit weiteren Herbiziden.

Mycorrhiza Pilze, welche die Vitalität vieler Kulturpflanzen positiv beeinflussen, können durch Glyphosat negativ beeinflusst werden: So auch die Knöllchen-Bakterien, die eine entscheidende Rolle bei der Stickstoffversorgung von einigen Kulturpflanzen spielen.

Das Autreten von Schadpilzen wird durch Glyphosat begünstigt.

Auch direkte Schadeinwirkung von Glyphosat auf das Wurzelsystem sind bekannt.

Da bleibt man doch lieber bei der altbewährten mechanischen Methode, oder?

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